Marc Digruber

Österreichischer Skirennläufer

Der österreichische Skirennläufer Marc Digruber im Interview

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Marc Digruber

Österreichischer Skirennläufer
Marc Digruber ist ein österreichischer Skirennläufer. Er gehört seit 2016 dem A-Kader des Österreichischen Skiverbandes an und erzielt seine besten Resultate in den technischen Disziplinen Slalom und Kombination sowie im Riesenslalom.
Hallo Herr Digruber,
in Ihrer näheren Verwandtschaft gibt es noch zwei weitere Skirennläufer. Würden Sie sagen, dass der sportliche Erfolg im Blut Ihrer Familie liegt? Immerhin waren auch Ihr Großonkel und seine Schwester erfolgreich…

Ich denke nicht, dass sportliche Erfolge erblich veranlagt sind- es ist aber durchaus so, dass wenn du sportbegeisterte Familienangehörige bzw. Verwandte hast, du schon als Kind früh in diese Thematik schnuppern kannst und sehr früh über Leistungsport und demnach auf Erfolg und Niederlage erfahren kannst, was durchaus prägend für die eigene sportliche Karriere sein kann .

Wann stand für Sie persönlich fest, dass Sie Ihre sportliche Karriere weiterverfolgen und professionalisieren möchten?

Schon als Kind wollte ich professioneller Schifahrer werden, demnach hat sich auch meine sportliche und schulische Laufbahn entwickelt. Nach der Volksschule, habe ich die MD-Schihauptschule Lilienfeld besucht und anschließend die Handesschule TZW Waidhofen/Ybbs welche ebenso den Schwerpunkt auf den Leistungssport legt. Seit ich denken kann, war es mein großer Traum Weltcuprennen zu fahren und am Stockerl zu stehen und daran werde ich auch weiterhin festhalten.

Was würden Sie als einen besonderen Erfolg Ihrer bisherigen Karriere bezeichnen? An welchen Moment erinnern Sie sich besonders gern?

Der vierte Platz in Val dÌsere (FRA) aus der Vorsaison (2016/17)- trotz eines schweren Fehlers im ersten Durchgang ist es mir gelungen im zweiten Lauf eine absolute Topleistung zu erbringen und somit sehr viele Plätze gut zumachen.

Bei vielen aktiven Sportlern schwingt auch die Angst vor Verletzungen mit. Wie ist das bei Ihnen?

Das Thema Verletzung ist immer präsent, im Moment sind auch in meinen Team zwei Athleten verletzt und können das Training nur eingeschränkt wahrnehmen. Als Spitzensportler ist man sich seinem täglichen Risiko durchaus bewusst, man muss aber versuchen dieses Risiko auszublenden, denn sonst blockiert man sich selbst. Durchaus kann man sich im Vorfeld bewusst vorbereiten, sowohl körperlich als auch mental, ein Restrisko bleibt aber immer bestehend.

Sie haben einen offiziellen Fanclub. Stehen Sie mit diesem in Kontakt und treffen Sie Ihre Fans auch ab und an persönlich?

Der Stammsitz meines Fanclub ist in meiner Wohngemeinde Frankenfels, demnach gibt es einen sehr intensiven und regemäßigen Austausch mit dem Fanclub sowohl persönlich als auch per WhatsApp, Facebook und co. Ein persönlicher Austausch mit meinen Fans, vor allem vor bzw. nach der Saison ist mit mir persönlich ein großes Anliegen auch hinsichtlich der Nachwuchsförderung in meinem Ort.

INFOBOX

Bild1©Marc Digruber
Seine Erfolge im Kurzüberblick:
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
Debüt im Weltcup: 14. November 2010
Gesamtweltcup: 55. (2015/16)
Slalomweltcup: 16. (2015/16)
Kombinationsweltcup: 38. (2010/11)

Auf welche Faktoren legen Sie bei der Arbeit mit Ihren Sponsoren großen Wert?

Der persönliche Austausch ist mir am Wichtigsten. Natürlich ist dies während der Rennsaison oft schwierig, aber dennoch möglich. Ich versuche aber insbesondere nach der Saison und auch davor regelmäßige Treffen und Gespräche zu suchen. .

Worin liegt -Ihrer Meinung nach- die besondere Herausforderung beim Slalom?

Zum einen sind zwei unterschiedliche Durchgänge an einem Tag zu fahren- du musst zwei Topläufe schaffen und demnach muss es dir gelingen dich zweimal hintereinander zu fokussieren als auch ein Top-Setup zu finden, nur dann kann man vorne dabei sein. Beim Slalom braucht es sehr flinke Beine, die Durchgänge sind oft lange und man muss vor allem im zweiten Durchgang alles geben um sich zu steigern.

Was würden Sie einem jungen Menschen raten, der gerade vor der Entscheidung steht, eine professionelle, sportliche Karriere zu starten?

Viel Mut aufbringen, sich nicht unterkriegen lassen und stets an seinen Träumen festhalten! Es ist wichtig, dass man den Glauben in die eigenen Stärken und Fähigkeiten nicht verliert!

Wie wichtig ist die Unterstützung aus dem näheren Umfeld?

Für mich ist dies ein ganz wichtiger Faktor- im Spitzensport brauchst du nicht nur das perfekte Material und extremes Können, sondern auch ein perfektes Umfeld, sprich Menschen die an dich und deine Stärken glauben und alles dafür geben, dass man an seinen Träumen festhalten kann, das beginnt bei dem Trainer-und Therapeutenstab, bei der Familie, dem Freundeskreis, deinem Fanclub und Fans aber auch bei deinen Sponsoren und Partner. Ohne diese Menschen wäre ein Sport auf diesem hohen Niveau nicht möglich.

Was planen Sie noch für den Rest des Jahres?

Das restliche Jahr steht ganz im Rennfokus- es sind bis zum Jahreswechsel drei Weltcupslaloms geplant und da gilt es für mich alles zu Geben um beste Ergebnisse zu erzielen. Ziel für heuer ist ein Stockerlplatz und für diesen Traum möchte ich schon vor Weihnachten alles geben.

Vielen Dank für das Interview!
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